
Berner Oberland: Paradies für Gipfel- und Himmelstürmer
Als Berner Oberland werden die höher gelegenen Teile des Kantons Bern in der Schweiz bezeichnet. Es sind dies die Region um Thuner- und Brienzersee und die südlich davon gelegenen Täler. Das Berner Oberland ist ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Die Drei- und Viertausender des Berner Oberlandes laden ein zum Erklimmen von aussergewöhnlichen Höhepunkten. Ob zu Fuss oder mit Fellen unter den Füssen, mit Seil- oder Hochgebirgsbahn, mit Ballon oder Gletscherflugzeug: je dünner die Luft, desto grösser das Vergnügen.
Man kann sich kaum satt sehen an der majestätischen Pracht der Gebirgsketten, die sich zur Parade aufgestellt haben. Hartgesottene Alpinisten können es nicht erwarten, die Eiskuppel der Blüemlisalp zu besteigen, das alles überragende Finsteraarhorn zu erklimmen oder gar die berühmt-berüchtigte Eiger-Nordwand zu bezwingen. Auf dem Gipfel sorgen dann Panoramablicke allererster Güte für den totalen Überblick. Wer noch nicht so oft Bergluft geschnuppert hat, wird am besten durch einen ausgebildeten Bergführer geführt. Wem dies zu anstrengend ist, der steigt in die Bahn und lässt sich in höhere Sphären transportieren. Denn ohne schweisstreibende Strapazen, aber nicht minder spektakulär, rattert die Jungfrau-Bahn durch das Eigermassiv zum Jungfraujoch. Im Innern des Jahrhundert-Bauwerks macht die Bahn sogar Halt und gewährt einen einmaligen Ausblick, mitten aus der Eiger-Nordwand. In den Fussstapfen von James Bond tritt man auf dem Schilthorn oder «Piz Gloria» oberhalb von Mürren. Auf dem Berg mit dem ebenso berühmten 360-Grad-Panorama-Restaurant wurden Teile des Films «Im Dienste Ihrer Majestät» gedreht.
Kleine und grosse Senkrechtstarter
Der Weg ist das Ziel beim Kletterplausch mit der ganzen Familie in einem Klettergarten beispielsweise an der Hornfluh ob Gstaad. Grosse Gesteinsformationen und kleine Felswände warten darauf, bezwungen zu werden. Sicher angeseilt kraxelt Jung und Alt wie Spiderman in die Höhe. Der hätte es wohl schwieriger, müsste er anstelle einer Felswand an einer Eiswand emporsteigen. Mit der richtigen Ausrüstung schaffen das auch Normalsterbliche: Mit Pickel und Steigeisen rücken Eismenschen dem Gletscher zu Leibe und kommen trotz der kalten Unterlage ziemlich ins Schwitzen. Fachmännischen Rat für ausserordentliche Erfahrungen können verschiedene Outdoor-Anbieter geben. Ein anstrengender Aufstieg verlangt nach einer stilvollen Abfahrt. Nach einem kräftigenden Picknick auf dem Gipfel gleitet der frischgebackene Gipfelstürmer in die unberührten Hänge. Auf Samt gebettet, schwebt er zu Tal und wünscht sich, dass das Schneegestöber nie zu Ende ginge – denn so schnell ist man nicht wieder oben. Einfacher machen es sich da die Freerider: Mit der Bahn bergaufwärts, dann in den markierten Freeride-Areas den Schnee aufwirbeln, ist angesagt – zum Beispiel in Adelboden-Lenk. Unten angekommen, geht es gleich wieder auf die Lifte, denn powdern ist einfach unwiderstehlich. Entlegene Flecken stehen auch auf dem Flugplan von Ueli Rösti, dem wahrscheinlich erfahrensten Gletscherpiloten der Schweiz aus Saanen. Seinen Pilatus-Porter hat er schon über 20 000 Mal sicher aufs Eis gesetzt.
Völlig losgelöst von der Erde
Wer ganz den Boden unter den Füssen verlieren will und das Berner Oberland aus der Vogelperspektive bestaunen will, hüpft in Interlaken in den Korb und schwebt mit Heissluft davon. Von den Launen des Windes getragen, fährt der Ballon majestätisch über Berg und Tal. Bei guter Thermik wagt sich auch der Gleitschirmpilot über den Abgrund und kreist mit den Adlern um die Wette. Von den Flugplätzen bei Saanen oder Interlaken aus erheben sich bisweilen Flugzeuge zu Rundflügen, um Bekanntschaft mit Eiger, Mönch und Jungfrau zu machen oder einen berauschenden Ausblick auf zu Tale stürzende Wasser wie die Trümmelbachfälle zu erheischen. Eine luftige Alternative ist es, per Fallschirm dem Oberländer Boden entgegenzuschweben. Den Zauber von Brienzer- und Thunersee erfährt man am besten auf dem Brienzer Rothorn. Zauberhaft ist schon der Aufstieg mit der keuchenden und dampfenden Zahnradbahn, die sich durch blühende Alpenwiesen und vorbei an gähnenden Abgründen auf den Gipfel kämpft. Mit einem botanischen Alpengarten lockt die Schynige Platte, die man mit der Nostalgiebahn ab Wilderswil erreicht. Die Niesenbahn am Thunersee hat sich auf romantische Sonnenuntergangsfahrten spezialisiert. Jeden Freitag- und Samstagabend werden so hartgesottene Realisten zu hoffnungslosen Romantikern. Und wenn die Sonne über alle Berge ist, liegen in der Sternwarte und im Planetarium von Schwanden bei Sigriswil die Sterne zum Greifen nah.
Aromatisches für Körper und Geist
Enge Verbundenheit mit der Natur, bewusster Umgang mit der Umwelt und eine gesunde Portion Einfallsreichtum kennzeichnen die Schweizer Spitzenküche. Im Berner Oberland locken delikate Spezialitäten: Hobelkäse aus Gstaad, Meringue aus Meiringen oder Forellen aus dem Blausee. Liebevoll zubereitet und in gemütlicher Atmosphäre serviert, sorgt einheimischer Speis und Trank für ungeahnte Gaumenfreuden. Zum Entspannen lädt ein breites Wellness-Angebot. Frische Alpluft weht, wenn Geniesser zur etwas anderen Vorspeise schreiten: Auf über 1000 Meter über Meer sitzen echte Geniesser im Molkebad, wohl aufgehoben in einem grossen Holzbottich – Balsam pur für Körper und Seele im Berner Oberland. Eine erquickende Alternative sind die Wohlfühl-Oasen in den zahlreichen öffentlichen Wellness-Bereichen verschiedener Hotels. Hier entspannt sich der Körper auf natürlichste Weise, zum Beispiel im Heu-Bad. Wer sich die Kalorien präventiv wegschwitzen will, begibt sich ins Fitness-Studio und stemmt Gewichte oder radelt sich die Pfunde auf einer Bike-Tour weg. Mit der süssen Gewissheit, dass er sich bald im Kräuterbad zurücklehnen, eine Massage geniessen oder im Panoramabad von Adelboden entspannen kann. Ein echt königliches Vergnügen ist ein Kleopatra-Bad in Milch. Wer seinen Körper wieder richtig auf Vordermann bringen will, dem sei ein mehrtägiges «Beauty and Health Programm» in der hervorragenden Berner Oberländer Luxushotellerie von Interlaken über Beatenberg bis Gstaad empfohlen. Das Ganze natürlich mit absoluter Genuss-Garantie.
Das Berner Oberland hat Mundgerechtes zu bieten
Saftige Alp-Wiesen und würzige Bergluft: Im Berner Oberland weiden noch glückliche Kühe, und das schmeckt man. Zahlreiche Alpkäsereien verarbeiten die frische Milch zu schmackhaftem Käse, der weit über die Grenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf geniesst. Darauf sind die Käser stolz und sie zelebrieren ihr Naturprodukt gebührend. Zur «Nidleten» und «Chästeilete», wo der Käse auf die Viehbesitzer verteilt wird, wird ein Fest veranstaltet, um den erfolgreichen Sommer zu feiern. Willkommenes Nebenprodukt der Käseproduktion ist die Molke, die sich aber nicht zu verstecken braucht. In der Flüssigkeit, die nach der Gerinnung des Käses abgeschöpft wird, befinden sich viele gesunde Nährstoffe. Sie soll eine heilende Wirkung besitzen. Der ganze Prozess von der Milch bis zum Käse lässt sich am besten in einer der vielen Schaukäsereien beobachten. Dort wird noch häufig auf die traditionelle Art mit Harfe und Tuch produziert, was jedem Laib seinen eigenen Charakter gibt. Und das schätzen Gäste aus Nah und Fern. Der Saaner Hobelkäse zum Beispiel wird in alle Herren Länder exportiert, von Riad bis Rotterdam. Von der deftigen Berner Platte über die währschafte Sennenrösti bis hin zum edlen Fünf-Gang-Menu mit köstlichen Frischprodukten aus der Region: Das Berner Oberland hat für jeden Gusto Mundgerechtes zu bieten. Auch die grössten Feinschmecker kommen auf ihre Rechnung, wenn eine Gilde von Starköchen sich um das leibliche Wohl von Bonvivants sorgt. Mit vierzehn Restaurants und insgesamt 204 Gault-Millau-Punkten weist Region Gstaad die höchste Dichte an Gourmet-Restaurants in der Schweiz auf.
Per Bahn oder mit dem Auto – Alpen-Panorama garantiert
Zügig mit der Bahn: Täglich verkehren direkte ICE-, Eurocity-, Intercity-, CISALPINO- und TGV-Züge aus zahlreichen Städten Europas nach Thun, Spiez und Interlaken. Die City Night Line, Europas moderner Nachtreisezug, bringt Sie jede Nacht aus Deutschland und den Niederlanden bis nach Basel oder Zürich. Von hier führen direkte Anschlüsse in die Ferienorte.
Unterwegs mit dem Auto: Die nationale Autobahn ab Basel, Genf oder Zürich zieht sich via Bern nach Spiez. Von hier führen gut ausgebaute National- und Kantonsstrassen in die Ferienorte. (Quelle: Destinationen Berner Oberland / Bilder: Swiss Image)
Weitere Informationen findet man unter www.berneroberland.ch.
(Quelle: Destinationen Berner Oberland / Bilder: Swiss Image)
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